SCHAEFER KALK informiert interessierte Anwohner

Für den 18. November hatte Schaefer Kalk interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung ins Dorfgemeinschaftshaus nach Hahnstätten eingeladen.

In regelmäßigen Abständen berichtet Schaefer Kalk im Rahmen einer Informations-veranstaltung über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, die den Standort Hahnstätten betreffen. Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner aus Hahnstätten und den umliegenden Ortschaften waren herzlich eingeladen.

Nachdem die Veranstaltung in den letzten Jahren Corona-bedingt ausfallen musste, freuten sich Dr. Holger Drescher, Bereichsleiter Technik, und Ingo Stolzheise, Werksleiter Hahnstätten, ca. 50 interessierte Besucher begrüßen zu dürfen.

Nachhaltiger Kalksteinabbau und Abraummanagement

Dr. Drescher informierte zunächst über den geplanten Abbau in Lay- und Merschelbruch. Derzeit wird der benötigte Kalkstein parallel aus beiden Brüchen gewonnen, wobei vorrangig aus dem Merschelbruch abgebaut wird. Um überlagernde Erdschichten abtragen zu können, wird im kommenden Jahr eine Abraum-Kampagne gefahren. In den Folgejahren sind dann noch maximal drei Abraum-Kampagnen im Abstand von jeweils 3-4 Jahren erforderlich. Durch eine selektive und nachhaltige Abbauplanung rechnet das Unternehmen mit einer Lebensdauer beider Steinbrüche bis 2065. Auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes setzt Schaefer Kalk dabei mehr und mehr auch auf den Absatz ungebrannter Produkte.

Für den anfallenden Abraum stehen Schaefer Kalk die Halde Silberfeld und die Grube Waldsaum zur Verfügung. Die Halde Silberfeld wird 2030 endverfüllt sein. Trotz sorgfältiger Planungen reicht das genehmigte Haldenvolumen der Halde Silberfeld nicht aus. Schaefer Kalk und die zuständige Genehmigungsbehörde prüfen deshalb eine Erhöhung der Halde um maximal 11 Meter. Eine flächenmäßige Erweiterung ist nicht geplant. Parallel wird ab kommendem Jahr Abraum planmäßig dann auch in die Grube Waldsaum verbracht.

Die Firma Faber hat für die Halde Waldsaum eine Erweiterung beantragt. Die Genehmigung durch die zuständige Behörde steht hier  noch aus.   

Dekarbonisierung

Schaefer Kalk hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Hierzu verfolgt das Unternehmen u.a. eine Energie- und Klimapolitik innerhalb derer es sich verpflichtet, seine Produkte mit minimalem Energieeinsatz zu produzieren.

Außerdem arbeitet Schaefer Kalk intensiv an verschiedenen technischen Ansätzen, die zur Dekarbonisierung beitragen können. Bereits im kommenden Jahr wird auf der alten Abraumhalde auf einer Fläche von 7 ha eine Photovoltaik-Anlage mit einem Potential von bis zu 7 MWp (Megawatt Peak) errichtet. Über das Jahr können damit ca. 18% des Strombedarfs des Unternehmens gedeckt werden.

Parallel prüft das Unternehmen den Einsatz von Holzpellets als Brennstoff und treibt diese Entwicklung voran. Auch die Stromerzeugung durch Abwärmenutzung wird geprüft.

Die Ofentechnik hat sich ebenfalls weiterentwickelt. So wird bei Neuinvestitionen der Einsatz von modernen Oxyfuel Öfen untersucht, die mit reinem Sauerstoff brennen und damit eine nachträgliche Aufkonzentration von CO2 für eine weitergehende Verwertung überflüssig machen, erklärte Ingo Stolzheise.

Dr. Drescher stellt dann das Forschungsprojekt Bioball vor. Schaefer Kalk arbeitet seit Anfang 2021 zusammen mit InfraServ, der Provadis Hochschule und weiteren Unternehmen an diesem Projekt. Prozess-CO2 soll dabei zur Herstellung von Methanol verwendet werden. Methanol ist ein Grundstoff der chemischen Industrie und möglicher Grundstoff in künftigen, umweltfreundlicheren Kraftstoffen, erklärt Dr. Drescher.

Investitionen

In den nächsten Jahren wird Schaefer Kalk weiter zukunftsweisende und nachhaltige Investitionen vornehmen. So wird die PCC-Absackung, Lagerung und Verladung in den nächsten Jahren auf dem technisch neuesten Stand neu errichtet. Außerdem wird die Wasserhaltung und –versorgung erneuert, so Ingo Stolzheise.

Beschwerdemanagement

Ein besonderer Fokus im Unternehmen liegt auf dem Beschwerdemanagement, das Dr. Drescher den Besuchern noch einmal vorstellt. Ziel ist die nachhaltige Bearbeitung und Dokumentation eingehender Beschwerden, z.B. zu Erschütterungen, Verkehr, Lärm oder Staub aus den umliegenden Gemeinden.

Diese können wahlweise telefonisch (Tel. 06432-503-222) oder per E-Mail (buergerhotline@schaeferkalk.de) an Schaefer Kalk heran getragen werden. Das Unternehmen überprüft jede Beschwerde sachgerecht und zeitnah, um wo immer möglich Abhilfe zu schaffen. Der Beschwerdeführer wird hierüber informiert. Zusätzlich werden  Beschwerden sowohl intern, aber auch extern, gemeinsam mit der Überwachungsbehörde, regelmäßig ausgewertet. Dr. Drescher bittet die Anwesenden, bei Bedarf von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und betont, wie wichtig dieser Prozess für das Unternehmen ist.

Ausbildung und Fachkräftesuche

Marcus Glinka, Personalleiter, kommt dann zum letzten Tagesordnungspunkt und erklärt die Bedeutung qualifizierter Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg. Die Ausbildung im Hause Schaefer Kalk hat schon immer einen hohen Stellenwert. Junge Menschen werden auf hohem Niveau ausgebildet und haben bei guten Leistungen sehr gute Übernahmechancen. Aktuell sucht das Unternehmen für das kommende Jahr noch Auszubildende für die Berufsbilder Verfahrens-mechaniker, Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik. Auch qualifizierte Fachkräfte werden vom Unternehmen gesucht. 

„Bitte sagen Sie es weiter!“, so Ingo Stolzheise.

Informationen hierzu finden sich auf der Homepage des Unternehmens unter www.schaeferkalk.de/de/karriere

Die Veranstaltung fand selbstverständlich unter Einhaltung der 3G-Regel statt. Es galten zudem Maskenpflicht  und Abstandsregeln.