UNSER VORHABEN

Um die Versorgung des Werkes Steeden mit Kalkstein für die nächsten Jahrzehnte zu sichern, plant Schaefer Kalk den Aufschluss eines neuen Steinbruchs, der den derzeitigen Steinbruch Schneelsberg Nordost sukzessive ablösen wird. Bereits beim Erwerb des Werkes Steeden im Jahr 1999 war der Aufschluss des Steinbruchs Hengen Bestandteil der zukünftigen Werksplanung. Zur Sicherung ist das Gebiet Hengen bereits seit 1986 im Regionalplan als Vorrangfläche für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe eingetragen. Es handelt sich hier um ein sehr hochwertiges Kalksteinvorkommen in Hessen und ist somit auch von überregionaler Bedeutung.

Aufsicht Steinbruch Hengen

Unser aktiver Steinbruch Schneelsberg Nordost wird bis 2030 ausgeschöpft sein. Um unser Werk in Steeden weiter mit hochwertigen Rohstoffen versorgen zu können, ist der rechtzeitige Aufschluss eines neuen Bruchs unerlässlich. Wir wollen daher 2025 mit dem Aufschluss des Steinbruchs Hengen beginnen. Mit dem Abraum von Hengen wird der Steinbruch Schneelsberg NO nach und nach teilweise verfüllt. Es sind also keine größeren Abbaumengen als heute geplant, sondern eine sukzessive Verlagerung vom Steinbruch Schneelsberg NO zum Steinbruch Hengen geben. Eine Abraumhalde ist nicht erforderlich.

Neben unserem unternehmenseigenen Ziel, den Standort Steeden, den wir in den letzten Jahren durch hohe Investitionen in moderne Aggregate sowie mit einem Bahnanschluss aufgewertet haben, zu erhalten, sprechen auch  regional wichtige Gründe für den Aufschluss des Steinbruchs Hengen.

Dies ist zum einen die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen in der ländlichen Region. Eine Schließung würde nämlich nicht nur unsere eigenen Mitarbeiter, die uns besonders am Herz liegen, betreffen, sondern auch eine Vielzahl an Lieferanten und Partnern, wie z. B. Speditionen und Gewerbebetriebe, mit denen wir im regionalen Umfeld eng zusammenarbeiten.

Darüber hinaus ist es auch aus Umweltgesichtspunkten sinnvoll, Rohstoffe bedarfsnah zu produzieren, um deren Transportwege über ohnehin überfüllte Verkehrswege zu minimieren. Ganz im Sinne eines nachhaltigen, rohstoffeffizienten und klimaschonenden Wirtschaftens.

Der Steinbruch Hengen wird ca. 800 m nordöstlich des aktiven Steinbruchs Schneelsberg NO in den Gemarkungen Niedertiefenbach, Schupbach und Eschenau liegen.

Der Kalksteinabbau und damit die Versorgung des seit 168 Jahren an dieser Stelle bestehenden Kalkbrennbetriebs folgt der von Südwest nach Nordost verlaufenden devonischen Kalksteinlinse; die genau Lage des jetzt avisierten Gebiets Hengen ergibt sich aus Explorationsbohrungen, die wir in den Jahren 2002 bis 2015 vorgenommen haben. Die Fläche des geplanten Steinbruchs beträgt 20 ha.

 

Die Zeitschiene

Zeitschiene

Bereits in 2013 haben wir mit einer Biotopkartierung begonnen, die in 2018 abgeschlossen wird. Alle Pflanzen-, Tier- und Insektenarten auf und um die geplante Steinbruchfläche herum und deren Entwicklung über mehrere Jahre wurden und werden hier erfasst und dokumentiert. Ein gesondertes Gutachten befasst sich mit der Haselmaus, eine Art, die in Hessen neu in der Liste der bedrohten Arten aufgenommen wurde.

Schon in 2017 und auch noch in 2018 wurden und werden Gutachten zu Landschaft, Boden, Wasser, Lärm, Staub, Erschütterungen, Altbergbau und Standsicherheit erstellt. Sobald diese Gutachten abschließend vorliegen, werden wird diese hier veröffentlichen.

Die Genehmigungsanträge für unser Vorhaben wollen wir 2019 einreichen. Das Genehmigungsverfahren wird, je nachdem, welche Punkte noch geklärt werden müssen, bis zu zwei Jahren dauern und soll bis 2021 abgeschlossen sein.

Direkt im Anschluss werden wir vorbereitende Maßnahmen – wie Heckenpflanzungen als Sichtschutz und auch schon als Ausgleichsmaßnahmen – durchführen.

Die Jahre 2025 und 2026 dienen der Vorbereitung des Abbaus. Wir werden in dieser Zeit Wege anlegen, Mutterboden abschieben und die erste Aufschlussfläche des Steinbruchs für den Abbau vorbereiten.

In 2027 werden wir mit dem Abbau im neuen Steinbruch beginnen und gleichzeitig sukzessive den alten Steinbruch verfüllen.

Die Lebensdauer des Steinbruchs Hengen beträgt dann ca. 30 Jahre.

Ist-Zustand Blick von Wallfahrtskapelle
Simulation Abbauzustand Blick von Wallfahrtskapelle

Der Blick von der Wallfahrtskapelle bei Tag, der vielen bekannt sein dürfte, zeigt in der Simulation die Einbettung des künftigen Steinbruchs in das Landschaftsbild.

Ist-Zustand Blick von Schupbacher Seite
Simulation Abbauzustand Blick von Schupbacher Seite

Die Simulation zeigt den Blick, den Sie von der Schupbacher Seite (höchste Stelle zwischen Schupbach und Eschenau) auf das Abbaugebiet haben werden. Abgesehen von der Heckenbepflanzung wird sich optisch nicht viel verändern.